Für eine wirksame Pflege ist es unerlässlich, mit psychologischer Forschung und bewährten Verfahren auf dem neuesten Stand zu bleiben. Unsere „Research Spotlight“-Artikel bieten klare Zusammenfassungen aktueller Studien und helfen Ihnen, auf dem Laufenden zu bleiben.
Kognitive Veränderung vor plötzlichen Fortschritten in der kognitiven Verhaltenstherapie bei Panikstörungen
Sind schnelle Verbesserungen der Paniksymptome während der Therapie wichtig? Diese Studie untersuchte plötzliche Fortschritte bei der Behandlung von Panikstörungen und deren Zusammenhang mit kognitiven Veränderungen. Die Analyse der Daten von 53 Teilnehmern, die sich einer kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) unterzogen, ergab, dass 42 % plötzliche Fortschritte verspürten, die zu erheblichen Verbesserungen nach der Behandlung führten. Interessanterweise waren diese Fortschritte mit vorangegangenen kognitiven Veränderungen verbunden, was das kognitive Modell der Panikstörung stützte. Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich frühzeitig in der Therapie mit katastrophalen Erkenntnissen auseinanderzusetzen, und dass eine weitere Erforschung plötzlicher Erfolge in der Psychotherapie erforderlich ist.
[Die Ergebnisse stimmen] mit der klinischen Erfahrung überein, bei der katastrophale Kognitionen oft früh in der kognitiven Verhaltenstherapie bei Panikstörungen erkannt und behandelt werden und Patienten oft erleichtert sind, eine alternative Erklärung für ihre panikbedingten Symptome zu erfahren. Eine mögliche klinische Implikation der Studie ist daher, dass eine frühzeitige Fokussierung auf katastrophale Erkenntnisse wirksam ist.
Lee, R., McMillan, D., Delgadillo, J., Alexander, R., Verhaltens- und kognitive Psychotherapie , 52 (2), 107–118. doi:10.1017/S1352465823000449
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Kann Angst vor körperlichen Symptomen durch Beobachtung erlernt werden?
Kann man Angst vor körperlichen Symptomen durch die Beobachtung anderer erlernen? In dieser Studie wurde untersucht, ob die Beobachtung, wie jemand ängstlich auf körperliche Symptome reagiert, bei Beobachtern ähnliche Ängste hervorrufen kann. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Angst vor körperlichen Symptomen tatsächlich erlernt werden kann, was die Rolle des beobachtenden Lernens bei der Entwicklung von Panikstörungen unterstreicht. Diese Ergebnisse legen neue Richtungen für die Therapie nahe, etwa die Nutzung von Sicherheitsinformationen und Modellen, um erlernten Ängsten entgegenzuwirken, und unterstreichen die Bedeutung der Berücksichtigung von Beobachtungseinflüssen bei der Behandlung von Panikstörungen.
Zusammengenommen deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass beobachtendes Lernen zu einer spezifischen Anfälligkeit für Panikstörungen beitragen kann, indem es Personen dazu veranlasst, körperliche Symptome als bedrohlich wahrzunehmen und dadurch Angst zu entwickeln, auch ohne selbst aversive körperliche Symptome zu erleben.
Alcan, E., Benke, C.,
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Die kognitive Theorie der Panikstörung: Eine systematische narrative Überprüfung
In dieser systematischen Übersicht wurden Studien ausgewertet, die wichtige Vorhersagen der kognitiven Theorie der Panikstörung getestet haben. Viele CBT-Therapeuten werden erleichtert sein zu erfahren, dass die Ergebnisse die Theorie stark stützen und zeigen, dass die Reduzierung katastrophaler Fehlinterpretationen Panik verringern kann und dass eine nachhaltige Verbesserung von kognitiven Veränderungen abhängt. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass sicherheitssuchendes Verhalten die Panik aufrechterhält, indem es Patienten daran hindert, ihre katastrophalen Ängste zu widerlegen.
Diese systematische Übersicht legt nahe, dass es erhebliche Unterstützung für die kognitive Theorie der Panikstörung und ihre Vorhersagen gibt, was klinische Implikationen dafür liefert, dass katastrophale Fehlinterpretationen von Körperempfindungen und damit verbundene sicherheitssuchende Verhaltensweisen bei der Behandlung von Panikstörungen gezielt angegangen werden sollten.
Aslam, S. Y., Lucky, T.,
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