Kampf oder Flucht (CYP)

Überblick

Die Kampf- oder Fluchtreaktion ist eine automatische, evolutionär konservierte physiologische Reaktion auf wahrgenommene Bedrohung oder Gefahr. Dabei wird der sympathische Zweig des autonomen Nervensystems aktiviert, was zu Veränderungen wie erhöhter Herzfrequenz, schneller Atmung, Pupillenerweiterung und der Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol führt. Diese Veränderungen bereiten den Körper darauf vor, sich einer Bedrohung entweder zu stellen (zu kämpfen) oder ihr auszuweichen (zu fliehen).

Während diese Reaktion in kurzfristigen Situationen adaptiv ist, ist die wiederholte oder unangemessene Aktivierung dieser Reaktion – insbesondere wenn keine tatsächliche Gefahr besteht – mit Angststörungen und anderen stressbedingten Zuständen verbunden. Dieses Handout, das speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt wurde, bietet eine klare Erklärung der Kampf-oder-Flucht-Reaktion und unterstützt Psychoedukation und therapeutische Arbeit mit Schwerpunkt auf Angst, Trauma und emotionaler Regulierung.