Überblick
Ein Problem bei negativen automatischen Gedanken besteht darin, dass Einzelpersonen sie oft als Fakten oder Wahrheiten über eine Situation akzeptieren, anstatt sie als potenziell voreingenommene Meinungen oder Interpretationen zu betrachten. Diese Interpretationen können zu belastenden Gefühlen und nicht hilfreichen Verhaltensweisen führen.
Distanzierung und Dezentrierung sind grundlegende Konzepte in der kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) und verwandten Ansätzen wie der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) und der auf Achtsamkeit basierenden kognitiven Therapie. Zur Distanzierung gehört die Erkenntnis, dass unsere Gedanken subjektive Interpretationen sind. Dezentrierung hingegen bedeutet, von unseren unmittelbaren Erfahrungen Abstand zu nehmen und unsere Gedanken aus anderen Perspektiven zu betrachten. Beide Prozesse können Einzelpersonen dabei helfen, metakognitives Bewusstsein zu entwickeln, sich von ihren Gedanken zu disidentifizieren und weniger Stress als Reaktion auf ihren Gedankeninhalt zu empfinden. Dieses Handout führt Kunden in zehn Schlüsselstrategien ein, die Distanzierung und Dezentrierung fördern.